| Was unterscheidet
Züchter von Hundevermehrer und Tierhändlern? |
Tierhändler, Massenzüchter
sowie gewissenlose Hundevermehrer haben das Internet
für sich entdeckt und gehen verstärkt „online“
auf Kundenfang. Die „Qualifikation“ dieser
ANBIETER besteht oft aus einer Homepage, die überall
im Internet groß auf jeder Seite zu finden ist.
Sehr oft auch in den meisten Hundezeitschriften. Ansonsten
lockt der Ruf des schnellen Geldes und in der Anonymität
des Netzes verschwindet schnell auch noch der letzte
Skrupel. Wer bis zu 20 oder noch mehr Welpen auf seinen
Webseiten anbietet und teilweise mehr als 100 Welpen
im Jahr hat, ist niemals ein Züchter mit „edlen“
Motiven, sondern beweist, dass er gnadenlos am Bedarf
vorbei handelt und auf Tiere keine Rücksicht
nimmt. Hundezüchter darf sich juristisch gesehen
Jeder nennen, dieser Begriff definiert jedoch keine
Aussage über die Qualifikation der Person. Natürlich
bezeichnet sich niemand selbst als Tierhändler,
Welpenfabrikant, Massenzüchter oder Hundevermehrer,
sondern diese Personen versuchen immer sich als rechtschaffene
Züchter darzustellen. Mittels irreführender
Angaben und verbaler Maskeraden wird versucht, dem
Welpenkäufer Sand in die Augen zu streuen und
die Arglosigkeit unerfahrener Hundefreunde auszunutzen.
Sie bekommen von diesen Massenzüchtern alle möglichen
Garantien bis hin zum „Welpenumtausch“.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was mit diesen
„umgetauschten“ oder nicht vermittelten
Welpen passiert? Sie werden meist noch ein bis zwei
Monate in Pflege genommen, sollten sie dann noch nicht
vermitteln worden sein, werden sie eingeschläfert.
Da ja der nächste Wurf bereits ansteht und sich
Welpen leichter verkaufen lassen als ein mehrere Monate
alter Junghund. Das ist die eine Seite, die andere
Seite sieht sehr oft so aus, dass diese mehrere Monate
oder noch älteren Junghunde zwar im Hunderudel
aufwachsen, jedoch kaum andere Reize mitbekommen,
d. h. sie werden sich wahrscheinlich zu ängstlichen
oder angstaggressiven Hunden entwickeln, die dann
für alle und jedem eine Gefahr darstellen, oft
auch für die eigene Familie. Hundehändler
und Massenzüchter gehen nach dem Prinzip der
Gewinnmaximierung vor, deshalb haben diese Massenzüchter
oft einen oder zwei Vermittler, die für ihn die
Welpen vermitteln. Diese Vermittler haben meist eine
eigene Webseite mit Zwingernahmen züchten aber
selbst keine Hunde. Hunderassen, die gerade in „Mode“
sind und daher guten Absatz versprechen werden von
diesem Personenkreis bevorzugt vermehrt. Zurzeit ist
dies vor allem der Boerboel.
Ein rechtschaffener Hundezüchter
vermehrt keine Hunde, sondern er züchtet, d.
h. Fortentwicklung der Rasse, Erhaltung und Förderung
erwünschter Eigenschaften, robuste Gesundheit,
Widerstandskraft und natürliche Wesensentwicklung
sind nur einige seiner Ziele. Nicht aber die „rücksichtslose
Produktion von Stückzahlen“.
Besonders dreiste Züchter schmücken
sich gerne mit Attributen, die dem Tierfreund Seriosität
und Sachkunde vorgaukeln sollen. Manche Züchter
wollen damit den Eindruck erwecken sie hätten
ein Recht zu ihrem schändlichen Tun. Leider eignet
sich gerade das Internet hervorragend mittels einer
schönen Webseite, vielen guten Worten und langatmiger
Beteuerungen Tierfreunde über wahre Absichten,
Motive und Methoden zu täuschen.
Im Gegenteil desto lautstarker und aggressiver ein
Züchter oder seine Vermittler im Internet, Hundezeitschriften
oder in Foren wirbt, desto größer ist die
Gefahr einem der schwarzen Schafe der Branche in die
Hände zu fallen.
Faktoren die eine gute Zucht kennzeichnen:
Ø Der Züchter ist auf
eine Rasse spezialisiert
Ø Die Zucht ist so klein, dass die Hunde Familienanschluss
haben
Ø Den Hunden steht ausreichender Platz im Haus
und im Garten zur Verfügung
Ø Die Mutterhündin ist anwesend, vom Deckrüden
liegt ein aussagekräftiges Foto mit Namen und
Adresse des Besitzers vor
Ø Die Welpen sind lebhaft, neugierig und zutraulich,
die Zuchthündin reagiert auf ihren Besuch aufmerksam
und wachsam, ist dabei aber weder gereizt noch ängstlich
und schon gar nicht aggressiv
Ø Hündin und Welpen zeigen gegenüber
der Familie des Züchters unerschütterliches
Vertrauen und deutlich erkennbare Zuneigung
Ø Der Züchter nimmt sich Zeit ihre Fragen
zu beantworten und verzichtet dabei sowohl auf „fachchinesisch“
wie auch darauf, seine Hunde über den grünen
Klee zu loben
Ø Der Züchter macht keinen Versuch den
Interessenten einen Hund „aufschwatzen“
zu wollen
Ø Der Züchter erkundigt sich nach den
zukünftigen Haltungsbedingungen für seinen
Hund
Ø Die Welpen machen einen lebhaften und gesunden
Gesamteindruck, reagieren dabei auf laute Geräusche
noch auf schnelle Bewegungen weder schreckhaft noch
ängstlich
Ø Ein seriöser Züchter hat unserer
Meinung nach nie mehr als zwei bis drei Würfe
im Jahr
Faktoren die auf fragwürdige Umstände hinweisen:
Ø Der Zwinger bietet verschiedene
Rassen an. Desto mehr desto schlimmer
Ø Der Zuchtbetrieb gleicht einer „Hundefabrik“
oder ist Grundlage einer Vollexistenz
Ø Die Welpen wachsen ohne ständigen Kontakt
zu Menschen auf
Ø Die Hunde sind in engen Boxen oder Zwingern
zusammengepackt
Ø Die Welpen reagieren auf ihr Erscheinen schreckhaft
oder ängstlich und ziehen sich langsam zurück
oder wollen nicht spielen
Ø Das Muttertier ist nicht anwesend, reagiert
abweisend, aggressiv oder zeigt deutlich Anzeichen
züchterischer Überbeanspruchung (z. B. 2
Würfe im Jahr)
Ø Der Züchter lobt seine Hunde ausgiebig
und verweist auf Erfolge
Ø Der Züchter lässt erkennen, dass
der Welpe möglichst schnell verkauft werden soll
Ø Der Züchter bietet an, den gewünschten
Hund kurzfristig zu besorgen
Ø Massenzüchter haben meist sieben und
mehr Zuchthündinnen, die alle im selben Jahr
auch Welpen haben
Ø Zu jeder Zeit einen Wurf und immer Welpen
„auf Lager“
Kaufen Sie bitte niemals einen
Welpen bei einem Massenzüchter.
Ein Züchter sollte
sich unserer Meinung nach sehr intensiv um die gesunde
und artgerechte Betreuung der Welpen kümmern,
denn sonst fehlt den Welpen zum Einen der wichtige
menschliche Kontakt und zum Anderen die richtige Prägung.
Lassen Sie Ihren gesunden Menschenverstand walten,
bevor Sie sich einen Welpen holen.
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